Die Schule

Lehrer, Hausmeister und Sekretär an der – und zugleich die – wolkenhände Wanderschule für Qi Gong ist Florian Sedmak … und das bin ich: Lehrbefugt für Shaolin Qi Gong mit Ausbildung bei Shaolin-Meister Shi Xinggui (abgeschlossen im November 2018) sowie Lehrer in Ausbildung beim meisterhaften Gerhard Wenzel, dem bairischen Taoisten Norbert Herwegh und den anderen Ausbildnern und Ausbildnerinnen der Österreichischen Qigong Gesellschaft (bis 2021), die das „Nierenqi-stärkende Tun“ („Qi Ang Shen Fa“ vulgo „Xi-xi-ho“) und die „Achtfache Rückkehr“ („Ba Fan Huan Gong“) hoch- und in Ehren hält. Beim Festigen und Vertiefen der Fan-Huan-Gong-Übungen ist der großartige Ernst Matthias Huber von der Qigongschule Salzburg ein Wegbegleiter, wie man ihn sich nur wünschen kann.
In die Essenz allen Übens eingeführt haben mich Otmar Roschitz und vor allem die unvergleichliche Erika Schöfl, von der ich die Ehrfurcht gebietende Übung „Ursprung des Lichts“ („Taiyi Yuan Ming Gong“) gelernt habe.
Zeugnisse und Diplome hin, Kursbestätigungen her, werde ich aber immer ein Schüler bleiben. Als solcher sind und waren für mich außer den Genannten auf den unterschiedlichsten Wegen Michael Diemer, Hans-Peter Sibler, Uli Olvedi und Kenneth Cohen wichtige Lehrerinnen und Lehrer.

Aus dem Lehrplan – wobei man bei wolkenhände mitmachen kann:
Taiji Qi Gong  – Die 18 gesunderhaltenden Übungen
Shaolin Bewegungs-Qi-Gong
Ba Gua Qi Gong I und II
Luohan Qi Gong I
Yi Jin Jing – Das Buch der Wandlung von Muskeln und Sehnen
Die acht edlen bzw. Brokatübungen
Sanftes Qi Gong für Goßväter und Großmütter (sowie ihre Kinder)
Verschiedene Daoyin-Übungen sowie einige
Bär- und Kranichübungen
aus dem Spiel der Tiere

Atemübungen

Ich gebe beim Anleiten und Vorzeigen mein Bestes, um dir – um Ihnen – eine der vielen Türen ins Haus des Qi Gong zu öffnen. Damit für dich – für Sie – die Bewegung von Qi erfahrbar wird. Das ist mir wichtiger als äußere technische Perfektion. Die vertrete ich genauso wenig wie eine bestimmte Schule oder Richtung.
Wichtig ist mir, dir – Ihnen – etwas mitzugeben, was sich selbstständig zuhause (oder wo auch immer) üben lässt. Und wenn es nur eine Kleinigkeit ist: Sie kann zum Ausgangspunkt und Fundament deiner – Ihrer – eigenen Qi Gong Übungspraxis werden.
Was ist mir sonst noch wichtig? Gediegene Begleitmusik, wenn wir zu Musik üben: Bill Frisell und Brian Eno statt Panflöte und Billigsynthesizer.

Optisch so etwas wie der Punk unter den Qi Gong Lehrern, ist Qi Gong über einen längeren Zeitraum und auf leisen Sohlen in mein Leben gekommen: In Form einer ersten heilenden Atemübung auf Empfehlung des Osteopathen (und Qi Gong Lehrers) Heinz Bergthaler und vor allem als bewegtes Vorspiel zum sonntagabendlichen stillen Zazen-Sitzen im Almtal-Zendo. Das waren die türöffnenden Kräfte; der Rest war und ist Übung, Ausbildung und Selbststudium.

Was mich für die ozeanische Kunst des Qi Gong gewonnen hat, waren nicht zuletzt die berückend poetischen chinesischstämmigen Bezeichnungen für die Übungen und die durch eben diese angesprochenen Energiezentren und -punkte: Wie die „Die sprudelnde Quelle„, „Der Palast des Menschen„, „Der Weltenberg“ einerseits oder „Der himmlische König Li stemmt die Pagode„, „Die Wellen der See kräuseln sich„, „Der weiße Tiger und der grüne Drache spielen mit dem Wasser“ , „Die Sterne vom Himmel holen und gegen den Mond tauschen“ andererseits. Zu verführerisch für jemanden, der sich von Parallelberuf wegen mit Text und damit mit Sprache beschäftigt.

Eine der tausenden Qi Gong Übungen hört auf den schulbezeichungsstiftenden Namen „Wolkenhände„, die in verschiedenen Formen überliefert ist und Leichtigkeit, Kraft und Anmut mit dem Bestreben verbindet, nach etwas Höherem zu greifen.